Anna und Larissa am EYOF

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Trainer Rafael Ratti äusserst zufrieden:  «Die beiden haben das Beste herausgeholt» 

Im letzten EYOF-Rennen versuchten die beiden ihr Glück im Sprint. Anna Frommelt landete in der Qualifikation auf dem 59. Platz, ihre Teamkollegin Larissa Sele klassierte sich als 63.

Nach traumhaft schönem Wetter an den ersten beiden Wettkampftagen

zeigte sich die im Valünatal gelegene Steger Loipe gestern von ihrer winterlichen Seite. Bei eisigen Temperaturen und leichtem Schnefall starteten die 73 Langläuferinnen im 15-Sekunden-Takt in die Sprintqualifikation. «Schwierig ist bei solchen Bedingungen, richtig sauber zu laufen und den richtigen Abdruck zu finden, um schnell vorwärts zu kommen. Doch damit haben alle zu kämpfen», so der Trainer der FL-Athletinnen, Rafael Ratti. Auf der 1,1 km respektive 1,3 km langen Strecke kämpften die Damen und Herren um einen Platz unter den besten 30 in ihrer Kategorie.

Wie bereits am Vortag sicherte sich bei den Damen die Deutsche Antonia Fraebel vor der Russin Olga Kucheruk den ersten Platz in der Qualifikation. Drittschnellste war die Norwegerin Martine Lorgen Oevrebust. Neben diesen drei zogen 27 weitere Athletinnen in das Sprint Viertelfinale ein. Bei den Herren lief Alexander Klugen (Russ) die schnellste Zeit. Gefolgt von Jacob Vogt (De) und Martin Collet (Fr).

Zufriedenstellender Abschluss

Für die beiden Liechtensteiner Läuferinnen war nach der Qualifikationder Wettkampf zu Ende. Als 41. ging Anna Frommelt ins Rennen. Mit einer Zeit von 4:32,7 blieb sie etwas weniger als eine Minute hinter der schnellsten Antonia Fraebel und sicherte sich letzlich den 59. Rang. «Es war wieder ein sehr hartes Rennen. Aber ich bin eigentlich zufrieden, es lief recht gut», so Frommelt nach der Zielankunft. Das Laufen auf der Loipe sei aufgrund des Schnees um einiges strenger gewesen. «Der Schnee bremst, da muss man umso mehr Gas geben», meinte sie. Etwas ausser Atem, blickte die 16-Jährige aber auf eine tolle und ereignisreiche Wettkampfwoche zurück: «Die Teilnahme an diesen Spielen war super. Ich konnte eine Menge Erfahrung sammeln und bin nun noch motivierter für die anstehenden Trainingseinheiten», meinte sie mit einem Lächeln.Nur kurze Zeit später passierte auch ihre Teamkollegin Larissa Sele (Startnummer 65) die Ziellinie. «Bei diesem Wetter ist das Laufen unheimlich streng», erklärte sie, während sie noch nach Luft rang. Sie sei gut ins Rennen gekommen, sei dann aber aufgrund der schwierigen Bedingungen gestürzt. Dennoch habe sie das EYOF 2015 sehr genossen. «Es war interessant, diese Erfahrung zu machen.» Mit 1:15,89 Sekunden Rückstand auf die Qualifikationsschnellste platzierte sich Sele auf dem 63. Platz unter 69 Teilnehmern. Der Einzug ins Viertelfinale blieb den beiden zwar verwehrt, dennoch genossen sie «die Anfeuerungsrufe der Zuschauer und die tolle Atmosphäre». «Es war ein tolles Erlebnis» Auch Trainer und Betreuer Ratti fand für Frommelt und Sele nur positive Worte: «Das, was ich gesehen habe, hat mir gefallen. Ich bin sehr zufrieden mit den Mädels.» Auch der Sturz von Sele blieb dem jungen Trainer nicht verborgen. «Bei diesen Bedingungen ist es schwierig, so etwas passiert auch den Besten der Welt», meinte er schmunzelnd. Mit dem gestrigen Rennen endet für die beiden Athletinnen das EYOF 2015. «Sie können diese Grossveranstaltung als positive Erfahrung mit in die Zukunft nehmen», so Ratti. Er hoffe, dass in den kommenden Jahren noch viele andere Liechtensteiner in den Genuss kommen würden, an so einer Veranstaltung teilzunehmen. «Was ich noch hervorheben möchte, ist die grandiose Unterstützung der Zuschauer während allen Rennen.»

Erholung, Training und Wettkämpfe

Zum Abschluss geht es für Trainer Ratti und seine Schützlinge heute an die grosse Abschlussfeier nach Schruns/Tschagguns. «Davor werden wir uns gemeinsam das Eishockeyfinale anschauen», so Ratti. Zugleich gehe der Blick aber schon wieder in die Zukunft. «Jetzt ist erstmal Erholung angesagt. Danach geht es weiter mit dem Training.» Geplant seien einige Junioren-Rennen und eine Teilnahme an den Schweizer Meisterschaften im März. «Ich hoffe, Anna und Larissa können diesen EYOF-Spirit› mitnehmen und davon profitieren», so Trainer Ratti.

Russland und Norwegen vorn

Während für die FL-Athletinnen das Sprintrennen bereits nach der Qualifikation beendet war, sicherte sich im Finale der Damen die Russin Olga Kucheruk die Goldmedaille. Der zweite Platz ging an die Vortagesbeste (5 km Freistil) Antonia Fraebel aus Deutschland. Auf dem dritten Platz landete die Norwegerin Martine Lorgen Oevrebust. Bei den Herren liess der Sieger von Montag (10 km klassisch), Petter Stakston aus Norwegen, der Konkurrenz keine Chance. Das Podest vervollständigte das französische Team mit Martin Collet und Matis Bouscarra Gaubert.

 

Quelle: Liechtensteiner Volksblatt