Erfolgreiche Junioren Weltmeisterschaft

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Im letzten Wettkampf an der Junioren-/U23-WM in Almaty (Kasachstan)präsentierte sich vor allem Martin Vögeli von seiner besten Seite. Während sein Teamkollege Michael Biedermann im Skiathlon den 63. Platz belegte, lief Vögeli mit einer tollen Zeit auf den starken 39. Schlussrang.

Trainer und Betreuer der beiden Liechtensteiner Langläufer, Rafael Ratti, deutete bereits zu Beginn der Woche an, dass im Skiathlon «einiges möglich ist». Und er sollte Recht behalten. Nach einer eher mässigen Vorstellung über 10 km im freien Stil mobilisierten die FL-Athleten für ihren letzten Auftritt in der kasachischen Grossstadt nochmals all ihre Kräfte. Insgesamt 20 Kilometer – 10km klassisch und 10 km Skating –galt es für die beiden Langläufer des LSV/Nordic-Clubs Liechtenstein hinter sich zu bringen.

«Da hat er einen rausgehauen»

Mit Startnummer 53 unter 77 Teilnehmern machte Vögeli den Anfang. Er startete hervorragend ins Rennen und konnte gleich ein paar Plätze gut machen. Dadurch, dass er den Anschluss an eine etwas schnellere Gruppe fand, gelang es ihm, über sich hinaus zu wachsen. Mit einer Zeit von 53:54,3 überquerte Vögeli die Ziellinie und belegte den starken 39. Platz. «Da hat er wirklich einen rausgehauen. Das war eine sehr gute Leistung von Martin», freute sich Trainer Ratti. Mit einer etwas tieferen Startnummer wäre vielleicht sogar noch mehr drin gelegen. Kurze Zeit später fiel auch der Startschuss für Biedermann (Startnummer 61). Doch dem Triesenberger war das Glück nicht hold. «Er geriet schnell nach dem Start in ein Gemenge und wurde aufgehalten», erklärt Ratti. Auch im Anschluss wurde Biedermann vom Pech verfolgt. Zwei gebrochene Stöcke und ein Sturz warfen den jungen Langläufer zurück. «Danach war es für ihn schwer, wieder in den Rennrhythmus zu kommen», so Ratti. Letztlich reichte seine Zeit von 57:05,5 für den 63. Rang unter 69 klassierten Teilnehmern. Das Rennen für sich entschied, wie bereits zwei Tage zuvor, der Russe Alexey Chervotkin. Mit nur 1,6 bzw. 2,5 Sekunden Rückstand mussten sich Ivan Yakimushkin und Denis Spitsov ihrem Teamkollegen knapp geschlagen geben. Die Junioren aus Russland dominierten das Rennen nach Belieben, denn der Viertplatzierte Eirik Sverdrup Augdal aus Norwegen kam bereits mit einem Rückstand von mehr als einer Minute ins Ziel. «Was die Russen da gezeigt haben, war schon sehr eindrücklich»,staunte Ratti.

Zufriedenheit überwiegt

«Alles in allem bin ich mit den beiden wirklich zufrieden. Michael holte den 54. Rang im Sprint und Martin wird 39. im Skiathlon – das sind tolle Ergebnisse für uns», meinte Ratti, der zwei Gründe angibt, wieso die Athleten nach der WM weiter topmotiviert ihren Sport ausüben. «Zum einen prägt so ein Grossanlass wie eine Weltmeisterschaft die Läufer auf emotionaler Ebene. Viele Zuschauer, das Messen mit anderen Läufern, die tolle Atmosphäre – das ist einfach super.» Ein weiterer Punkt sei der stetige Fortschritt, der den Athleten selbst nicht verborgen bliebe. «Wenn die Läufer sehen, dass sich ihre Zeiten verbessern, spornt sie das umso mehr an.»

«Der Plan ist aufgegangen»

Die Liechtensteiner Delegation geniesst nun die restlichen Tage in Kasachstan, ehe es nächste Woche zurück in die Heimat geht. «Nach einer Verschnaufpause werden die beiden im Februar einige Trainingseinheiten absolvieren, um für die Schweizer Meisterschaften im März gerüstet zu sein», so Rafael Ratti. Der Plan in dieser Saison sei bisher aufgegangen. «Beide haben zum Teil sehr gute Resultate eingefahren, das ist ganz nach unserem Geschmack.»

Quelle: Liechtensteiner Volksblatt