23.01.2017

Auf ins WM-Abenteuer in Übersee: Biedermann und Vögeli gefordert

Image Auf ins WM-Abenteuer in Übersee: Biedermann und Vögeli gefordert

Auf Michael Biedermann und Martin Vögeli warten drei ultimative Form- und Härtetests: Die beiden Liechtensteiner Langläufer stehen ab kommender Woche an der U23-Weltmeisterschaft in Park City (USA) im Einsatz. Auf den Olympiastrecken von 2002 sollen leistungsmässig klare Fortschritte erzielt werden, fordert ihr Trainer.

Für die Reise an solch einen legendären Wintersportort wie Salt Lake City würde wohl jeder Sportler gern früh aufstehen. Michael Biedermann und Martin Vögeli wird es heute vermutlich nicht allzu schwer fallen, sich zu Hause aufzuraffen. Schon um 5.30 Uhr geht es für die beiden, an der Seite ihrer Betreuer Othmar Pider und Christof Willinger, auf zum Flughafen. Erste Destination ist Toronto, dort warten sechs Stunden Aufenthalt, danach geht es weiter in Richtung Westen nach Salt Lake City. «Das wird ein langer Tag», sagt Trainer Pider mit einem Schmunzeln, das zeigt, dass auch er sich auf den bevorstehenden Grossanlass freut.

Diese Vorfreude ist verständlich, erhält das Liechtensteiner Team in den Loipen von Park City doch die Möglichkeit, an einem Ort zu laufen, wo schon so manche Langlaufgrösse ihre Klasse unter Beweis stellte. 2002 fanden hier die Olympischen Winterspiele statt – natürlich auch mit Liechtensteiner Beteiligung.
Und genau hier, im Schnee von Utah, werden Biedermann und Vögeli stark gefordert sein. Trainer Pider steckt die Ziele hoch, auch wenn er sie nicht rangmässig konkretisiert: «Es geht jetzt darum, dass sie nicht immer nur die gleichen Leistungen zeigen, sondern dass man auch einmal einen richtigen Ruck nach vorn sieht.» Pider will Fortschritte sehen: «Es ist unser Ziel, dass wir uns kontinuierlich verbessern – wir wollen uns von Jahr zu Jahr noch näher an die Spitze herantasten.»

U23-WM-Premiere für Biedermann
Biedermann wird in diesem Jahr zum ersten Mal in der U23-Kategorie der Weltmeisterschaft teilnehmen, nachdem er 2016 noch bei den Junioren mitgelaufen war. Vögeli hingegen hatte seine Feuertaufe bereits im Vorjahr im rumänischen Rasnov erlebt. Diesmal aber werden die Liechtensteiner Nachwuchshoffnungen in Park City als Duo auftreten. Beide nehmen an drei U23-Wettbewerben teil, beide haben die Aufgabe erhalten, sich so gut wie möglich zu verkaufen. Biedermanns Hauptfokus liegt dabei gleich auf dem ersten Rennen: Kommenden Dienstag wird er zusammen mit seinem Teamkameraden im klassischen Sprint im Einsatz stehen. Laut Trainer Pider hat Biedermann hier «die besten Chancen» auf ein gutes Resultat. Laufe es wirklich gut, traut der LSV-Trainer seinem Schützling sogar zu, «dass er sich für die besten 30 qualifiziert». An Motivation wird es Biedermann bei diesem Grossanlass jedenfalls nicht mangeln.

Der Skiathlon zum Abschluss
Am 2. Februar erwartet das Liechtensteiner Duo dann das Rennen über 15 km in der Skatingdisziplin. Hier wird eher Vögeli sein Hauptaugenmerk darauf legen. Und schliesslich, am 4. Februar, nehmen beide noch am Skiathlon über zweimal 15 km in der klassischen und der Skating-Technik teil. «Ich hoffe, dass sie sich dort gut schlagen werden», so Pider.

 

Die Liechtensteiner Einsätze

Dienstag, 31. Januar
Biedermann und Vögeli - Sprint klassisch

Donnerstag, 2. Februar
Biedermann und Vögeli - 15 km Skating

Samstag, 4. Februar
Biedermann und Vögeli - Skiathlon (2 x 15 km)

Mehr Informationen zur U23-Weltmeisterschaft im Internet auf www.utah2017.com 

 

Text: Liechtensteiner Volksblatt