26.03.2017

Schweizerkmeisterschaft im Val Müstair

Image Schweizerkmeisterschaft im Val Müstair

Die Liechtensteiner Athleten verpassten zum Abschluss der diesjährigen Schweizer Meisterschaft in Val Müstair sowohl im Langdistanzrennen wie auch beim Teamsprint eine Topplatzierung. Philipp Hälg landete bei seinem letzten grossen Einsatz (50 km klassisch) auf dem 17. Rang.

Nachdem beim Sprintrennen zum Auftakt noch alle sieben Liechtensteiner Langläufer im Einsatz standen, verzichteten Matin Vögeli, Marco Beckbissinger und Nina Riedener am Samstag auf einen Start beim Langdistanzrennen im Kanton Graubünden. «Martin hatte zuletzt ewas Probleme im klassischen Bereich, weshalb wir ihn geschont haben», erklärt Trainer Othmar Pider. Vor allem in der Herrenkategorie, wo es 50 Kilometer abzuspulen galt, war viel Ausdauer gefordert. Philipp Hälg und Michael Biedermann stellten sich der Herausforderung und liefen die 2,5 Kilometer lange Runde mit einem Höhenunterschied von 60 Metern gleich 20 Mal.

Nach 2:03:26,3 Stunden erreichte Hälg die Ziellinie. Mit einer Runde Rückstand auf die Spitzengruppe reihte sich der Schaaner, der erst vor Kurzem seinen Rücktritt bekannt gegeben hat, auf dem 17. Schlussrang ein. Teamkollege Biedermann benötigte etwas mehr als sieben Minuten länger und belegte am Ende den 23. Rang. «Es war ein bisschen eine Materialschlacht. Am Morgen war es noch recht eisig, danach wurde die Piste weicher und der Grip hat nachgelasen», so Pider. Doch vor allem für Biedermann sei es eine gute Erfahrung gewesen. Den Sieg holte sich Ueli Schnider vom Grenzwächter-Team vor den beiden Davosern Toni Livers und Jason Rüesch.

Platz neun im Teamsprint
Nicht ganz so lange wie Hälg und Biedermann waren die beiden Juniorenläufer Nico Büchel (U18) und Anna Frommelt (U20) unterwegs. Sie mussten jeweils 15 Kilometer absolvieren. Büchel erreichte die Ziellinie nach einer knappen Stunde und verlor damit mehr als 12 Minuten auf den Tagessieger Bend Ogden aus den USA – am Ende reichte seine Zeit für den 27. Platz. Etwas weiter vorn konnte sich Teamkollegin Frommelt bei den U20-Damen positionieren. Sie benötigte 43:58,7 Minuten für die sechs Runden und reihte sich damit auf Position 23. ein. Den Sieg holte sich die Davoserin Désirée Steiner.

Mit dem Teamsprint wartete am letzten Wettkampftag dann ein Highlight auf die Athleten des Nordic-Clubs Liechtenstein. In Zweierteams mussten je 3 Mal 1,1 Kilometer zurückgelegt werden. Bei den Herren stellten sich Hälg und Vögeli, der Vortags noch pausiert hat, der Aufgabe. In der zweiten Halbfinalgruppe belegten die zwei FL-Athleten mit einer Zeit von 16:47,56 Minuten den vierten Rang und zogen damit ins Finale ein. Im Endlauf kamen die beiden allerdings nicht mehr an ihre Zeit aus dem Halbfinale heran und mussten sich mit dem neunten Schlussrang begnügen. Auf das Siegerduo der Grenzwacht mit Ueli Schnider und Erwan Käser büssten Hälg und Vögeli etwas mehr als eine Minute ein. «Im Grossen und Ganzen war es ein guter Auftritt. Martin hat etwas zu schnell begonnen, weshalb ihm am Ende die Luft gefehlt hat. Ich denke, ein sechster oder siebter Platz wäre theoretisch möglich gewesen. Doch die Saison war lang und da fehlt dann halt auch die Spritzigkeit», fasst Pider das Rennen zusammen.

Neue Erfahrungen gesammelt
Spannend war die Aufgabe im Teamsprint auch für die beiden Nachwuchsathleten Nico Büchel und Marco Beckbissinger. Zweiterer läuft normalerweise noch bei den U16-Junioren mit, erhielt wegen des Teamwettkampfs aber die Gelegenheit, sich erstmals mit den älteren Athleten zu messen. In der zweiten Halbfinalgruppe belegten die beiden jungen FL-Langläufer, für die es in erster Linie darum ging, Erfahrung zu sammeln, mit einer Zeit von 19:39,97 Minuten den 10. Platz und schafften es damit nicht ins Finale.

Gleiches hätte auch für das Damen-Sprintteam, bestehend aus Anna Frommelt und Nina Riedener, die nach ihrem Ermüdungsbruch noch etwas Trainingsrückstand hat, gegolten. Die beiden verzichteten allerdings auf einen Start. 

Text: Liechtensteiner Volksblatt