12.03.2017

Top Ten Resultat für Ludwig Rehm an der Senioren-WM

Image Top Ten Resultat für Ludwig Rehm an der Senioren-WM

Mit zwei Top Ten-Platzierungen bei der Senioren-Weltmeisterschaft in Klosters sorgte Ludwig Rehm bei seinem WM-Debüt für ein Ausrufezeichen.

Während der gesamten letzten Woche fand in Klosters der Nordic Masters Weltcup oder anders bezeichnet, die Weltmeisterschaft der Senioren im Skilanglauf statt. Insgesamt kämpften bei meist guten Bedingungen Senioren aus 29 Nationen in verschiedenen Alterskategorien um die begehrten Medaillen. Mit dabei und mittendrin auch Ludwig Rehm aus Vaduz, der als einziger Läufer für den Nordic Club Liechtenstein in der Altersklasse M06 (1957 bis 1961) am Start stand. Rehm absolvierte als Langdistanzspezialist den 30-iger und 45-iger jeweils in der Freien Technik und wusste dabei zu überzeugen. Zudem war er als Deutscher Staatsangehöriger für die Deutsche Staffel nominiert worden, die am Ende den 7. Rang erreichte, aber etwas unter Wert geschlagen wurde. «Wir mussten leider zwei Teammitglieder kurzfristig ersetzen», so der 56-Jährige, der eine der besten Abschnittszeiten im Staffelfeld lief.

11. Rang beim WM-Debüt
Bei seinem ersten Auftritt an der WM über 30 Kilometer verpasste Ludwig Rehm gleich zu Beginn des Rennens den Anschluss an das Spitzenfeld. Er spannte in der Folge mit dem Österreicher Helmut Kolb zusammen. Die beiden harmonierten zwar gut und versuchten trotz Gegenwind aufzuschliessen, was aber ein Ding der Unmöglichkeit gewesen sei. So beendete der Ausdauerspezialist sein WM-Debüt knapp vor Kolb auf dem guten 11. Rang bei 64 Startern.

Materialprobleme bei Rehm
Die letzten Weltmeisterschaften in Lahti zeigten es deutlich auf. Das richtige Material an den Füssen ist die halbe Miete. Leider verfügte Rehm beim Langdistanzrennen über 45 Kilometer nicht über solches. Auf dem Programm standen drei Runden, wobei auf der ersten Rundenhälfte harte Anstiege zu bewältigen waren und in der zweiten die Abfahrten. „Leider hatte ich grosse Mühe mit meinem Ski. Bei den langen Abwärtspassagen in Richtung Ziel konnten sich die anderen erholen, während ich ständig weiterarbeiten musste, um überhaupt im Spitzenfeld zu bleiben“, so der NCL-Läufer, der sich aber nie aufgab. Es kam, wie es kommen musste. Nach der zweiten Abfahrt hatte der Vaduzer eine Hypothek von knapp 30 Sekunden auf das Spitzenfeld eingehandelt und es gelang ihm doch tatsächlich in den Anstiegen der dritten Runde die Lücke alleine wieder zuzulaufen. In der dritten und letzten Abfahrt zog ihm die Konkurrenz aber endgültig davon. Zu gross war der Aufwand gewesen, den der amtierende Deutsche Meister bis Kilometer 38 betreiben musste. Rehm beendete das Rennen als sehr guter Siebter und zog trotz allem das Positive heraus. Denn er habe im letzten Anstieg beim Zufahren der 30-Sekundenlücke gesehen, dass er mit den Topläufern mithalten könne.

Nächste Masters in den USA
Der Nordic Masters Weltcup in Klosters ist Geschichte und der kommende findet vom 19. – 26. Januar 2018 in Minneapolis USA statt, ob Rehm wieder zum Starterfeld zählen wird, liess er zunächst offen. Für NCL-Läufer Rehm waren dies die ersten Senioren-Weltmeisterschaften und weitere folgen sicherlich, denn er möchte zumindest einmal einen Titel holen.

Text und Bild: Günther Büchel