26.02.2017

Philipp Hälg läuft im WM Skiathlon auf den 35. Platz

Image Philipp Hälg läuft im WM Skiathlon auf den 35. Platz

Der Liechtensteiner Philipp Hälg überzeugte an der nordischen WM in Lahti (FIN) gleich zum Auftakt. Im Skiathlon über je 15 Kilometer im klassischen und freien Stil lief der Schaaner auf den 35. Schlussrang. Den Sieg holte sich der Russe Sergej Ustjugow.

Nachdem Hälg den Sprint am Donnerstag noch ausliess, durfte er am Wochenende erstmals sein Können an der nordischen Weltmeisterschaft in Finnlands siebtgrösster Stadt, Lahti, unter Beweis stellen. Nach einer intensiven Vorbereitung verpasste sich der 25-Jährige unter der Woche noch den letzten Schliff, um für das erste Kräftemessen, den Skiathlon (15 km klassisch/15 km Freistil) optimal vorbereit zu sein. Dabei verlief vor allem der Start für den Oberländer nicht wunschgemäss. «Es war ziemlich hektisch und es herrschte viel Gedränge in der ersten Kurve», so Hälg. Einer seiner Skier wurde dadurch in Mitleidenschaft gezogen. «Nach dem Rennen haben wir gesehen, dass er gebrochen ist – sprich die Spannung nicht mehr optimal war.» Er habe das auch während den 15 Kilometern im klassischen Stil gemerkt. «Es gab komische Geräusche und ich merkte, dass etwas nicht stimmte.»

«Es war ein gutes Rennen»
Unterkriegen liess sich Hälg davon aber nicht. Im Gegenteil: Auf den ersten 15 Kilometern befand er sich meist in Schlagdistanz zu den Top-30-Athleten. Und auch die anschlies­senden 15 Kilometer, die im freien Stil bewältigt werden mussten, meisterte der Athlet des Nordic Clubs Liechtenstein mit Bravour. «Ich bin wirklich zufrieden mit meiner Leistung.» Am Ende gelang es ihm sogar, die Lücke zu den Top 25 zu schlies­sen, danach fehlte allerdings die Kraft. «Auf der letzten Runde ging es einfach nur darum, meinen Platz nach Hause zu bringen», so Hälg.

Nun ist erstmal Pause angesagt
Mit einem Rückstand von 4:11,1 Minuten auf den Sieger Sergej Ustjugow (RUS) beendete er den Skiathlon auf dem starken 35. Schlussrang. Auf einen Top-30-Platz fehlte dem grossgewachsenen Schaaner lediglich eine halbe Minute. «Alles in allem war es ein wirklich gutes Rennen und ich bin wirklich zufrieden mit dem Ergebnis. Man muss dazu sagen, dass ich an einer WM noch nie so gut klassiert war», freute sich Hälg. Für ihn ist nun erstmal etwas Erholung angesagt, denn erst am Mittwoch bestreitet Hälg sein zweites und zugleich letztes Rennen in Lahti. «Ich werde noch ein paar lockere Einheiten absolvieren und versuchen, mich gut zu erholen.» Denn für das Rennen am Mittwoch über 15 Kilometer in der klassischen Technik hat sich Hälg einiges vorgenommen. «Das gute Ergebnis im Skiathlon stimmt mich wirklich positiv. Ich freue mich auf den Wettkampf und bin zuversichtlich, dass erneut ein gutes Ergebnis drinliegt», so Hälg motiviert. Einen Rückschlag im Skiathlon muste derweil Martin Johnsrud Sundby, der dominierende Langläufer der letzten Jahre, hinnehmen. Im Skiathlon wurde der Norweger vom Russen Sergej Ustjugow bezwungen, und schaffte es damit nicht, seinen ersten Weltmeistertitel in einem Einzelrennen zu holen. Der WM-Fluch für Sundby hält auch nach dem ersten Distanzrennen an den Titelkämpfen in Finnland an. Für einmal schlug er sich aber auch selbst. Als er im Schlussanstieg den entscheidenden Angriff lancierte, stiess er mit dem linken Stock ins Leere und kam ins Stolpern. Somit hatte Ustjugow, der sich zusammen mit dem Norweger nach 20 km abgesetzt hatte, leichtes Spiel. Ob sich Sundby jedoch ohne dieses Malheur entscheidend hätte absetzen können, ist fraglich. Der erlittene Stockbruch zerstörte Sundbys Gold-Traum auf jeden Fall noch vor dem Zielsprint, der sich abgezeichnet hatte. Platz drei holte sich der Norweger Finn Haagen Krogh. 

 

Quelle: Liechtensteiner Volksblatt