20.02.2017

Auf Hälg wartet das nächste grosse Highlight

Image Auf Hälg wartet das nächste grosse Highlight

Zwei Mal wird Philipp Hälg bei der am Mittwoch startenden nordischen Weltmeisterschaft im finnischen Lahti im Einsatz ste- hen. Der Schaaner möchte sowohl im Skiathlon (Samstag) wie auch beim klassischen Rennen über 15 Kilometer (1. März) sein ganzes Potenzial ausschöpfen und Gas geben.

Nicht ganz zwei Monate nach dem ersten Highlight in der laufenden Saison, der Tour de Ski, wartet auf den Liechtensteiner Langläufer Philipp Hälg mit der Weltmeisterschaft in Lathi der nächste Grossanlass auf der internationalen Bühne. Ein erstes Herantasten gab es für den 25-Jährigen bereits am Wochenende beim Weltcuprennen im estischen Otepää (Sprint/15 km klassisch). Während er sich im Sprint auf dem 74. Platz einreihte, reichte es im klassischen Wettkampf für den 48. Schlussrang. «Es war der erste Ernstkampf nach einem längeren Trainingsblock», erklärt Hälg. Mit dem Ergebnis sei er durchaus zufrieden. «Ich war am Start etwas langsam, aber insgesamt lief es ganz gut – das Ergebnis stimmt mich für die anstehende WM auf jeden Fall positiv.»

Erster Einsatz im Skiathlon
Nach dem Weltcupeinsatz am Sonntag ging es für Hälg auf direkten Weg in die Ortschaft Vierumäki, wo sich im Sport Institute of Finland der Grossteil der Athleten auf die Wettkämpfe im gut 25 Kilometer entfernten Lathi vorbereiten. «Die meisten Nationen kommen hier unter. Die Bedingungen und Trainingsmöglichkeiten sind ideal», so Hälg.

Nach der Eröffnungsfeier am Mittwoch stehen am Donnerstag die ersten Wettkämpfe an – dies allerdings ohne Hälg. Der gross gewachsene Oberländer wird erst am Samstag im Skiathlon über zwei Mal 15 Kilometer im klassischen und freien Stil seinen ersten Einsatz bestreiten.

Bis dahin heisst es: optimal vorbereiten. «Neben Regeneration und etwas Krafttraining steht am Mittwoch noch ein schnelles Lauftraining auf der Wettkampfloipe an.» Die letzten beiden Tage werde man für Skitests nutzen. Betreut wird Hälg von Trainerin Martina Negele, die aber erst Mitte der Woche in der siebtgrössten Stadt Finnlands ankommen wird. «Die ersten Tage trainiere ich mit dem Team von Swiss- Ski», so Hälg.

Genügend Regeneration
Anschliessend bleiben dem Ahtleten aus dem Fürstentum drei Tage, um sich auszuruhen, ehe das zweite und zugleich letzte Rennen für ihn über 15 Kilometer in der klassischen Technik über die Bühne geht. Hälg hat sich bewusst dafür entschieden, den Sprint und das Freistilrennen auszulassen. «Ich konzentriere mich lieber auf zwei Rennen und bin dafür optimal vorbereitet. Nur mitzulaufen, dass man dabei ist, macht keinen Sinn.»

Dazu kommt, dass auch die Regenerationszeit zwischen den Wettkämpfen grösser ist. Dies wurde dem FL- Athleten beispielsweise Anfang Januar an der Tour de Ski, wo er in der vierten von insgesamt sieben Etappen aufgrund von muskulären Problemen vorzeitig die Segel streichen musste, bewusst. «Die Regeneration ist natürlich sehr wichtig. Das sollte hier an der WM aber kein Problem sein, zumal die Vorraussetzungen für die Erholung hier im Trainingscenter ideal sind.»

«Will richtig gute Rennen zeigen»
Bleibt noch die Frage nach der Zielsetzung! Nach einer intensiven, aber erfolgreichen Vorbereitung blickt Hälg den Wettkämpfen im hohen Norden zuversichtlich entgegen.

«Ich fühle mich bereit, bin fit und freue mich riesig auf die Rennen.» Rangmässig habe er sich keine konkreten Ziele gesetzt, viel mehr gehe es ihm darum, alles aus sich herauszuholen. «Ich will einfach zwei richtig gute Rennen zeigen und mein ganzes Potenzial ausschöpfen. Was danach herausschaut, wird sich zeigen», so Hälg motiviert.

Einfach wird die Aufgabe für den FL- Langläufer allerdings nicht. Wie bereits an der Tour de Ski, werden auch in Lahti die besten Langläufer der Welt am Start stehen. Dennoch hat Hälg schon gezeigt, dass er durchaus in der Lage ist, für einen Exploit zu sorgen. So beispielsweise an der Tour de Ski vor einem Jahr, als er in Oberstdorf (GER) im klassischen Rennen über 15 Kilometer als 28. erstmals in seiner Karriere Weltcuppunkte einsackte – möglich, dass ihm dieses Kunststück auch beim Saisonhöhepunkt, der WM in Lahti, gelingt.